Augmented Reality – Ein Brückenschlag zwischen realer und virtueller Welt

06.03.2013

©iStockphoto/Lightcome 

Durch die Fortschritte in Building Information Modeling (BIM) ist es inzwischen möglich, informative, in hohem Maße koordinierte und intelligente virtuelle Modelle zu erstellen, mithilfe derer potenzielle Probleme auf der Baustelle bereits vor Baubeginn visualisiert werden können. Aber was geschieht nun während und nach der Bauphase?

Bedenkt man die Komplexität und Menge der Informationen in einem virtuellen Modell, ist es nicht verwunderlich, dass viele Bauleiter aus den Augen verlieren, welche Daten sie wo aufrufen können. Intelligente virtuelle Daten sind sehr häufig auf das Büropersonal beschränkt, während die Belegschaft auf der Baustelle, die die Daten am ehesten benötigt, keinen Zugriff auf sie hat. Daran wird deutlich, dass die Lücke zwischen der realen Welt auf der Baustelle und der virtuellen Welt des BIM-Modells geschlossen werden muss. Und mit Augmented Reality (AR) scheint genau dies möglich zu sein.

Bei dieser Technologie wird ein unmittelbares Bild der Realität mit computergenerierten virtuellen Inhalten überlagert. Dabei werden nicht nur die Daten aus dem 3D-Modell herangezogen; vielmehr können auch Sound, Video, Grafiken oder GPS-Daten eingebunden werden, was zu einer Erweiterung unserer Realitätswahrnehmung führt. Augmented Reality erschließt Bauleitern und Bauarbeitern ganz neue Wege auf dem Gebiet der Interaktion und eröffnet ihnen die Möglichkeit, in Echtzeit auf virtuelle Daten zuzugreifen.

Zahlreiche AR-Experimente wurden mit Projektionssystemen, Head-up-Displays wie z.B. für Flugzeugpiloten, Head-mounted-Displays oder brillenähnlichen Geräten durchgeführt. Doch aufgrund der ungeheuren Popularität von Smartphones und Tablet-PCs rücken BIM und Augmented Reality sogar noch enger zusammen.

Der Bauherr kann sein Tablet nun ganz leicht mit auf die Baustelle nehmen und das BIM-Modell aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten, um sich so vor Augen zu führen, wie die Anlage an ihrem tatsächlichen Standort aussehen wird. Die Konstrukteure können vor Ort durch das Modell spazieren und sich die komplexen Konstruktionselemente in Originalgröße anzeigen lassen. Bauunternehmen können 4D-BIM-Modelle mit AR-Werkzeugen kombinieren und die Ablaufplanung der Gewerke durchspielen. Facility-Manager können durch die Wände hindurchschauen und Versorgungsanschlüsse lokalisieren, um wartungstechnischen Problemen zu begegnen.

HOCHTIEF ViCon wendet dieses Konzept auch in Infrastrukturprojekten an, indem das virtuelle 3D-Modell dank eingespeister GPS-Daten mit AR-Werkzeugen verknüpft wird. Planer von Infrastrukturprojekten können nun die Lage unterirdischer Versorgungseinrichtungen ohne baggern zu müssen inspizieren. Diese Vor-Ort-Informationen über verborgene Infrastrukturelemente können auch viele Jahre nach Abschluss des Projekts für den Bauherrn von immensem Wert sein, vor allem bei der Ausführung von Wartungs- und Umbaumaßnahmen.

© HOCHTIEF ViCon 

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